Montag, Oktober 15, 2007

Wie Blogger die Welt retten: Ein Thema, Ein Tag

Bloggers Unite - Blog Action Day Heute ist Blog Action Tag! Was?... schon wieder so ein Rettet-die-Welt-mit-Blogposts-Ding, erst neulich die Free Burma! Aktion und jetzt auch noch ein Aufruf zum weltweiten Grossreinemachen! Bis vor der Aktion Free Burma! waren mir weltweit organisierte Blogposting Tage gaenzlich unbekannt. Irgendwie faszinieren, die Idee mit einem Blogpost Solidaritaet zu zeige. Jetzt beim (extra prominent angekuedigtem: Blogger Buzz: Blogging for the Environment) Blog Action Tag faellt es mir allerdings schwer nicht in Sarkasmus zu verfallen:

Das bringt doch alles nichts! Siehste ja bei Free Burma! ...dort wird immer noch auf den Menschenrechten herumgetreten! Trotz massenhaften Diskussionen in den Blogs ist das Thema fuer die Mainstream-Medien schon laengst kalter Kaffee!
Und HerrBoB... sowieso, du in Chile... Ob Burma oder Chile, in einem "3.-Welt-Land" ist denen das doch alles sowas von egal! Wenn in Burma einer was von Menschenrechten blogt die er nicht hat, dann kommen eben die Roten. Genauso wenn Chile mehr Strom braucht fuer nur 1% mehr Wirtschaftswachstum, dann werden dafuer eben alle Wildwasserfluesse Patagoniens aufgestaut.

DerBoB, vom Weltreisenden zum Weltretter und jetzt dann ein Jammerlappen, oder wie?
Koennen denn bitte nicht soviel Blogger mitmachen, dass es ein Happy-End gibt!?
Ich bekomme eher den Eindruck, dass der Enthusiasmus nach der ersten Free Burma!-Welle, in Richtung wissenschaftlicher Analyse der Auswirkungen in der Blogosphaere geht, statt versucht ueber ein Zeichen der Solidaritaet mit Burmas Revoluzzern hinauszuwachsen ..und wenn die Uber-Blogger aus den US sich am Free Burma!-Blogposting-Tag staerker besteiligt haetten? ..Dann haetten wir jetzt zwar noch repraesentativere Blogforschung, doch Burma waere deshalb wahrscheinlich auch noch nicht frei.

Manche sehen es auch so wie Cem Basman bei Robert Basic:
Eines ist sicher: Mehr Menschen wissen jetzt, wo Burma liegt und was dort grundsätzlich los ist. Das Bewusstsein und die Sensibilisierung gegenüber Burma ist gestiegen. Die Menschen werden jetzt die Nachrichten mit etwas anderen Augen verfolgen. Das ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber vorher. Allein dafür hat sich diese Aktion gelohnt.
Oder was meint Ihr?

Mein heutiger "quick" Beitrag um die Welt zu retten:
Bloggers Unite - Blog Action DayEine Portion Jammern, serviert mit reichlich Links plus massig Hoffnung auf ein "Happy End" ;-)
Sogar ein klicken auf das Bild rechts hilft! Es ermoeglicht der Organisation "TheHungerSite" den Wert von 1,1 Tassen Essen zu spenden!

Montag, Oktober 08, 2007

DerSchindi Spezial: Satopanth Expedition Erfolgreich!




Good news: 4.10.07, 9:00: Juerg Anderegg, Bergfueher der Expedition Satopanth (7075m), meldete sich ueber Satellitentelefon bei Kobler & Partner: 8 Personen der Expedition - und Der Schindi ist dabei - haben den Gipfel erreicht.

DerBoB & alle Freunde gratulieren herzlich!!!

Gerade noch im Nachtflug nach Santiago de Chile, stuermt unser Schindi nun auf zu neuen Abenteuern! Und diesmal mit mehr Gipfelglueck wie noch vor 7 Monaten bei unserer Ojos de Salado (6893m) Expedition. Diesmal hat es bis ganz oben gereicht, und der Schindi steht auf einem der schoensten Berge der Welt!

Der Satopanth ist einer der markantesten 7000er in der aeussersten Ecke Nordindiens. Der Berg liegt in einem der schoensten Gebiete des Himalayabogens. Der sogenannte Garhwal-Himalaya umfasst eine Vielzahl von Naturschoenheiten. Hier entspringt der Ganges, der heilige Fluss Indiens. Die Anreise ist schon ein Erlebnis für sich: Sie führt zu den Quellen des Ganges, einem der bedeutendsten Pilgerziele im Himalaya. In der Nachbarschaft des Satopanth stehen atemberaubende Gipfel wie der Shivling oder die Bhagirathi-Gruppe. Der Aufstieg über den messerscharfen Nordostgrat ist ein Gang ueber eine Himmelsleiter. Wir hoffen hier bald mehr von unserem Expeditionsexperten zu hoehren!

Donnerstag, Oktober 04, 2007

Free Burma!

“Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.” (Mahatma Gandhi)


Ohne Menschenrechte, keine Freiheit, keine Weltreisen und keine Auswanderer. Wenn ein Volk aufsteht und fuer seine Rechte kaempft, sollten wir das unterstuetzen und wenn es nur mit einem Blogpost darueber ist!


Free Burma!


Update:
Warum ist das Mainstream-Medien-Echo auf die erste (mir bekannte) Blogger-Petition heute, den Tag danach, so …gering?
Genau das waehre doch (meiner anfaenglichen Meinung nach) der groesste Nutzen der Aktion gewesen! Ich fand die Blogpost-Welle der Solidaritaet gestern gewaltig! Eine weltweite, gewaltige Welle, ein Tsunami ohne Gewalt! Sogar (”historisch wertvolle”) Screenshots von einigen Google Blogsearch’s habe ich gemacht, um die Anzahl der Ergebnisse mit der Suche: Free Burma! zu messen - und dann heute das Echo?!

War die Blogger Aktion nun wirklich ein Tsunami der Solidaritaet oder mehr eine Ostseewelle?
Anfangs ging es noch schnell aufwaerts bis auf 17.000 Suchergbnissen gestern - doch dann? Zum Vergleich, eine bekannt Hotelbesitzertochter kommt auf 3,3 Mio - sowas in der Hoehe hoffte ich heute morgen zu sehen. Nichts der gleichen, heute schlappe 20.000 Suchergebnisse bei Free Burma! Um die Zentralen der Mainstream-Medien zu erreichen braucht es eine groessere Sturmflut!

Wo liegt dann der Nutzen der Aktion?
Vielleicht in viel mehr als in reiner Aufmerksamkeit, die schnell verpufft. Vielleicht werden Diskussionen, wie z.B. hier und hier und besonders hier, angestossen, die versuchen Loesungen zu finden!

Ich bin sicher das war erst der Anfang!

Danke, an alle Blogger für euer Engagement! Auch wer selbst keinen Blog hat aber dennoch unterstützen möchte, ist bei dieser virtuellen Unterschriftenliste richtig:


Free Burma! Petition Widget


Name: (required)


Email:


Web:


Country:



¡Youth for Human Rights!



Mehr zum Thema Menschenrechte gibt es hier

Mehr über Burma zeigt dieses aus dem Land geschmuggelte Video.

Sonntag, September 30, 2007

"Rugby World Cup" mit argentinischer Leidenschaft und (Werbe-)Kreativitaet

Rugby in Suedamerica? Schonmal von den"Los Pumas" aus Argentinien gehoert? Von anderen Ballsportarten sind uns die himmelblau-weiss-gestreiften Trikots ja schon lange bekannt - Der Fussball vom "Rió de la Plata" aus der Stadt des Tango ist doch weltbekannt fuer seine Klasse und Leidenschaft. Doch Rugby und Lateinamerikanisches Temperament - geht das ueberhaupt? Kenner der Szene meinen ueber die beiden urenglischen Sportarten: "Fussball ist ein Gentleman-Sport, der von Hooligans gespielt wird, und Rugby ein Hooligan-Sport den Gentleman spielen. Und wie kommt der Rugby jetzt nach Suedamerika? Genau wie der Fussball: Mit dem British Empire. Rugby geniesst heute in Argentinien zwar nicht die gleiche Popularitaet wie der Fussball, doch die Erfolge der Nationalmannschaft, der "Los Pumas" wie sie sich auch nennt, koennen sich im internationalen Vergleich sehen lassen. Die Pumas stehen vor den WM-Gastgebern aus Frankreich und selbst das Urgestein England wird vom Internationalen Rugbyverband schwaecher eingeschaetzt! Bei soviel Lob laesst der Kommerzielle Erfolg nicht lange auf sich warten und so wird ganz Buenos Aires bedeckt von Werbekampagnen, meist von den ueblichen globalen Marken. Die Trittbrettfahrer des Sports, die von den Werten der Pumas: Leidenschaft, Kampfgeist, Freundschaft, Vertrauen, Siegeswille profitieren wollen. Chile interessiert sich fuer die Siegesserie des Nachbarland Argentinien zwar noch weniger wie Deutschland fuer die Rugby WM im Nachbarland Frankreich. Doch zumindest koennen wir hier in Chile die WM im Kabelfernseher Live mitverfolgen. So kommen wir natuerlich auch in den Genuss der Werbepause, und die wird von mir, dem studierten Sportmanager natuerlich genauso aufmerksam analysiert wie das eigentliche Sportereignis:

Einfach wunderbar, himmelblau und weiss soweit das Auge reicht!
Schoen geloest liebe Werbeagentur: Die emotionale Botschaft kommt selbst beim Rugbyrookie an. Doch macht euch selbst ein Bild, mit den folgenden Videos:


Wenn die Pumas ihre Hymne anstimmen, haben selbst die staerksten Jungs "Pipi in den Augen". Sogar die argentinischen Nationalhymne wird dann zur Werbebotschaft:


Schoen wie somit selbst die Werbung zum Nationalbewusstsein beitragen kann. Da macht es auch nichts, dass es ein US-Unternehmen ist, welches hier fuer sich wirbt.
¡Vamos Pumas, Viva Argentina!

Buenos Aires, die Stadt der kreativen Werbeagenturen! Paula und ich koennen nicht genug davon bekommen, schaut euch unsere Favoriten an:
1. Genial, wie sich Quilmes und die Fussballnationalmannschaft hier bei den Fans bedankt.
2. Der Hit zur WM 1998 kam aus der Quilmes Werbung
3. Jeder kann sein wie ein Profi - super wie CTI Movil uns das hier zeigt!
4. Einer von 10 Argentinos ist Gay, sagt uns Fernet Cinzano hier 1,2,..ohh